Der erste Versuch nach Bosnien & Herzegovina einzureisen scheitert – Wir waren zwar an einem Grenzübergang in den Bergen – dieser war jedoch nur für “Locals“, wie uns der einzige Grenzbeamte dort Mitteilte. Wir machten uns auf zur “richtigen” Grenze die ein paar Kilometer entfernt lag.
In Bosnien wurden wir von unfreundlichen Grenzbeamten, Kühen, einem geschlachtetem Schwein und Parkticket Räubern empfangen. Die ganze Gegend wirkt verlassen und verfallen. Viele leerstehende Fabriken aus der 80/90zigern. Fast an jedem Haus fehlt der Putz – es fehlt das Geld, das Geld dass da ist wird für andere Dinge ausgegeben. Die Menschen auf dem Land leben noch wie vor 50zig Jahren.








Ein gelb grauer Schleier, ein Gemisch aus Abgasen, Rauch und Nebel zieht sich über die gesamte Stadt. Kaum einer der 300.000 Einwohner in Sarajevo scheint sich darum zu kümmern. Die grösste Ursache sind die Autos aus vergangen Zeiten. Was bei uns auf den Schrott landet, wird hier bis zum bittern ende gefahren. Der Golf 1&2 sind das am meist verbreitete Auto. So manche Rarität ist auf den Strassen zu sehen. Für viele sind Feinstaub und Umweltverschmutzung Fremdwörter, der Müll wird einfach im nächsten Wald abgeladen – immer wieder habe ich ganze Müllberge inmitten im Wald gefunden. Einen Mülleimer zu benutzen oder gar den Müll zu trennen ist schwer vorstellbar. Auf Nachfrage bekommt man oft nur „not your business“ zu hören.


Die Bosnier selbst sind ein sehr freundliches und hilfsbereites Volk, viele hier sprechen besser Deutsch als Englisch, vor allem die ältere Generation. Es gibt immer einen Bruder, Schwester, Onkel der in Detuschland gearbeitet hat. Die meisten sind wieder nach Bosnien zurück gekommen, unterstützen hier ihre Familie. Immer wieder habe ich junge Pärchen in Ihren Autos am Strassenrand gesehen. Fast jeder lebt mit seinen Eltern und Grosseltern zusammen – für ungestörte Zweisamkeit bleibt oft also nur das eigene Auto.




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