Es ist schon eine ganze Weile her, viel hat sich verändert
Am 12 Oktober überquerte ich die 14te Landesgrenze auf meiner Reise, es war früh am morgen als ich Indien über eine kleine Brücke verlies. Ein kleines unscheinbares Gebäude auf der linken Seite stellte sich als das Immigration Office heraus. Hier wurden Fotos von Caro und Mir gemacht und unsere Pässe gestempelt. Danach ging’s ab zum Indischen Zoll, das eigene Fahrzeug darf maximal 6 Monate pro Kalenderjahr in Indien bleiben, auch wenn das Visa für 12 Monate gültig ist. Ich bin 2 Monate über dieses Limit drüber, ich hab’s schlichtweg verpennt, aber ich bin vorbereitet. Bewaffnet mit einem Brief vom Hauptkommissar in Amritsar, indem steht das mein Carnet Limit bis zum 16.10.17 verlängert wurde. Naja es war mehr eine zusammengeknüllte schlechte schwarz weiss Kopie davon, nicht wirklich offiziell aussehend. Aber ich hatte zumindest was in der Hand. Der Beamte machte mich sofort darauf aufmerksam, dass ich das 6 Monats Limit überschritten habe. Er rief einen anderen Beamten zu sich, ich hatte ein bisschen Angst das sie das Schreiben nicht akzeptieren und ich Ärger bekomme. Ich hab Horror Geschichten gelesen, von Leuten die tausende von Euros bezahlen mussten oder das Fahrzeug eingezogen wurde. Aber alles verlief wie es sollte. Er stempelte mein Carnet und ich durfte Indien verlassen ! See you later !


Banbasa ist eine von 6 Landesgrenzen zwischen Indien und Nepal, eine der kleineren, die meisten Menschen laufen über die Grenze. Nur vereinzelt passieren ein paar Jeeps und Taxi, keine LKWs. Auf der Nepalesischen Seite wurden unsere Pass Details von Hand in ein Ringbuch übertragen, keine Computer. Das einzigste elektronische Gerät war dem Beamten sein Handy mit dem er danach Fotos vom Pass machte. An meinem Auto waren die Jungs vom Zoll nicht wirklich interessiert und winkten mich weiter zur Einwanderungsbehörde. Ein kleines an der Vorderseite offenes Gebäude in dem ein Beamter saß, auch hier keine Computer alles wurde von Hand erledigt.

Nepal macht es einfach für Reisende, man kann sich ein 90 Tage Visum an jeder Grenze ausstellen lassen. Dazu braucht mein lediglich 1 Passbild und die Visumgebühr von $100. Das Ganze dauert maximal 10 Minuten dann hat man das Visum im Pass kleben. Fast geschafft! Als letztes ging’s zum Nepalesischen Zoll, dort füllte ich mein Carnet selbst aus nur den Stempel drückte mir ein Beamter drauf. Auch der Nepalesische Zoll hatte nicht viel Interesse an meinem Auto und schwups waren wir in Nepal. Das war einfacher als gedacht.
Wir haben den Grenzübergang nicht wirklich geplant und waren dementsprechend nicht auf Nepal vorbereitet. Wir hatten weder Landeswährung noch Sim Karten die hier funktionieren. Schnell merkten wir das die Zeit in Nepal anders tickt, auf den Strassen ist weniger los, keine Menschenscharen mehr. Nepal ist ein sehr winziges Land, dennoch leben hier 30 Millionen Menschen, im überbevölkerten Nachbarland Indien und China sind es je 1,3 Milliarden. Es wurde dunkel und wir hatten immer noch kein Camp für die Nacht gefunden, wir sahen das Eingangstor zum Bardia National Park und entschieden und hier für unsere ersten paar Tage zu bleiben. Die Unterkunft war mitten im Grünen, die Bungalows waren einfach aber schön. Hier trafen wir Daniel, Moses, und Jonathan, 3 Israelis. Sie sind auf einem Motorrad Trip durch Indien und Nepal. Ein paar Tage später machten wir uns alle 5 zusammen auf den Weg zum Rara National Park im Norden den Landes. Google Maps erzählte mir was von 10h, in Wirklichkeit brauchten wir 3 Tage bis nach Rara.








Die Strassen in Nepal sind mit Abstand die schlechtesten auf der ganzen Reise, oft fehlt der Asphalt und es sind Krater tiefe Löcher auf der Strasse. Die durchschnittliche Reisegeschwindigkeit sank auf 20km/h, Zeit und Distanzrechnung sind völlig anders als auf deutschen Strassen. Die meisten Zeit ist die Strasse nur einspurig, aber wir hatten Glück es war kaum Verkehr. Es fordert volle Konzentration auf diesen Strassen zu fahren, ein kleiner Fehler oder Unachtsamkeit kann fatal sein. Wir sahen viele Überreste von schweren Unfällen, ausgebrannte Auto und Motorräder und Busse im Abgrund der Canyons.

























Der Westen ist die ärmste Region Nepals. Die meisten der Dörfer durch die wir fuhren waren nicht an das Wasser- oder Stromnetzwerk angeschlossen. Es ist ein sehr einfaches aber hartes Leben in den Bergen, jeden Morgen bringen die Bauern ihr Vieh raus. Die Felder sind oft mehrere Kilometer vom Haus entfernt. 95% der Bevölkerung läuft zu Fuss. Busse fahren nur ein mal am Tag. Die Menschen leben meist in Lehm und Stein Häusern, Holz und Gas wird als Brennstoff verwendet. Das Essen ist sehr sehr einfach, es gibt nicht viel Auswahl. Ich hab mich die meiste Zeit von Dal, Chow Mein, Reis und Kartoffeln ernährt – mehr gibt es in den Bergen nicht. Nach ein paar Tagen sehnte Ich und vor allem mein Magen sich nach anderem Essen. Für öffentliche Einrichtungen ist kein Geld da, die Krankenhäuser sind sehr schlecht ausgestattet, meist mit stark veraltetem Equipment. Einfache Krankheiten können oft nicht richtig behandelt werden, viele Menschen haben Behinderungen oder dauerhaften Schaden, durch Nicht/ Falschbehandlungen, genommen. Sie haben das Geld einfach nicht.






Die Landschaft und die Leute die ich kennenlernte, ließen mich die schlechten Strassen schnell vergessen. Es ist einfach unglaublich schön und ruhig in den Bergen. Ein riesiger Unterschied zu dem hektischen Leben das ich die letzten paar Monate in Delhi führte. Die perfekte Erholung !




Es führt nur eine Strasse nach Rara, also den selben weg wieder zurück. Für den Rückweg brauchen wir 2 ganze Tage. Ich war froh als wir die Hauptverkehrsstrasse erreichten, nicht zu vergleichen mit der Autobahn oder sonstigen Schnellstrasse, eine beschissene Nepalesische Strasse mit vielen Schlaglöchern. Egal, mein Auto und ich freuten uns ! Alles besser wie die letzte 800km off road.



Zeit für das Kulturprogramm 😉 Einen Besuch in Lumbini, dem Geburtsort von Lord Buddha, einem berühmten Pilgerort für jeden Buddhisten. So ist der Geburtsort selbst nicht das coolste zum anschauen, ziemlich überfüllt mit Pilgern, ein kleines Loch im Boden, dort glaubt man wurde Buddha geboren ist die Hauptattraktion. Viele buddhistisch besiedelte Länder haben wunderschöne Tempel in der Nähe des Geburtsortes, die für die Öffentlichkeit zugänglich sind. Auf der gegenüberliegenden Seite befindet sich die Weltfriedens pagoda, eine coole Skulptur, alles in weißem Beton.











In Kathmandu, der Hauptstadt Nepals, hab ich Dan und Lek getroffen, 2 andere Overlander aus der Schweiz. Ich war mit Dan schon einen ganze Weile in Whatsapp in Kontakt aber wir haben es nie geschafft uns mal zu treffen. Wir verbrachten viele Tage zusammen beim Mechaniker.

Kathmandu hat seinen ganz eigenen Charm, unzählige Motorräder und Kleintransporter kämpfen um jeden Zentimeter auf den Strassen Kathmandus. Die Kleintransporter sind eine gute Möglichkeit zu den öffentlichen Bussen, sie fahren los wenn genügend Leute im Van sind. Die Nepalis haben ein Talent so viele Menschen wie möglich in einen Van zu stopfen. Ich erinnere mich an eine Fahrt zum Mechaniker die ich so schnell nicht vergessen werde. Ich zählte 21 Menschen in einem Kleintransporter! Bequem ist es definitiv nicht, dafür aber unverschämt günstig, 20 cent! Es ist immer ein Helfer an Bord, er brüllt wohin der Bus fährt, sammelt das Geld ein und hilft dem Fahrer im Verkehr. Er hängt aus dem Fester und schlägt immer wieder gegen die Türe um dem Fahrer zu signalisieren was er tun soll. Einmal klopfen heisst “warte” und 2mal “frei, los”. Ich brauchte eine Weile um ihr ganz eigenes Verkehrssystem zu verstehen.

Die Strassen sind voll mit cooler Streetart ! Hier ein paar meiner Lieblingsstücke.


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Zeit für ein Abenteuer! Nach 3 Wochen in KTM war es Zeit zusammen zu packen und aktiv zu werden. Die Herausforderung ? Der Annapurna Circuit, 14 Tage Trekking im Himalaya. Wir waren 5, Andy, Dan, Jack, Jakob und Ich. Die ganze Trekking-Idee war ziemlich spontan, wir entschieden uns einen Tag vorher und nahmen am nächsten Morgen den Bus nach Pokhara, ich habe Horror Geschichten von anderen Reisenden von 10-12 Stunden Busfahrten gehört. Wir hatten wirklich Glück, es war Feiertag und es war kaum Verkehr, die 7 Stunden Fahrt fühlte sich an wie eine nachmittags Fahrt. Wir verbrachten einen Tag in Pokhara, bereiteten uns auf den Trek vor und nahmen am nächsten Morgen den Bus nach Besi Sahar. Ich war mir nicht sicher, was mich erwarten wird, ich war schon mal mehrere Tage wandern aber noch nie so weit oben.



Je höher wir gingen, desto kälter wurde es und ich bereute sofort, dass ich mein Stativ anstelle eines warmen Schlafsacks genommen habe. Als wir die 4000m Grenze erreichten wurde die Luft zum atmen dünner und jeder Schritt kostet mehr Kraft. Das Tempo wurde langsamer und ich blieb öfters stehen um die atemberaubend Landschaft zu geniessen (und Luft zu holen). Bis nach Manang führt eine nur mit dem Geländewagen befahrbare Strasse, ab dann gehts nur zu Fuss oder mit dem Pferd weiter. Das Essen ist in den Unterkünften ist jetzt am teuersten, eine Mahlzeit kostet jetzt 500-1000 Rupien. Alles muss auf Pferden oder Yaks auf den Berg transportiert werden und das kostet eben.



Ich könnte stundenlang einfach nur da stehen und dem Schneetreiben auf den Gipfeln zuschauen. Die Temperaturen sanken nachts weit unter Null Grad, die Plätze um den Ofen abends waren heiss begehrt, und 19 Uhr war es stock dunkel und es es fühlte sich an wie 23 Uhr. Jakob sein Idee seine Klamotten zu waschen war nicht die beste, am nächsten Morgen waren diese stock steif gefroren und so rannte er mit Shorts durch die Gegend.



Mein persönliches Highlight war der Weg zum Tilicho Lake, das erste Stück führte durch eine spektakuläre Landslide Area, ein schmaler Weg links und rechts Geröll und wir mitten drin. Es ist schwer die Eindrücke in Worte zu fassen, wenn mitten im Himalaya steht und sich umschaut, kommt man sich ziemlich klein vor, zwischen höchsten Bergen der Welt. Ein Gefühl von Freiheit, Ruhe und Einsicht das die Natur hier oben klar der Stärkere ist. Je höher wir gingen desto einseitiger wurde die Vegetation, wir durchbrachen die Baumgrenze, jetzt sind nur noch vereinzelt Büsche oder Sträucher am Wegesrand, auch die Mücken sind verschwunden. Ein paar Adler kreisen majestätisch hoch über uns, beeindruckende Tiere, so elegant. Am nächsten morgen brachen wir früh auf und machten uns auf dem Weg zum See, von 4100m auf 4916m in 3 Stunden, das Stück war mit Abstand am anstrengendsten aber auch am schönsten. Oben angekommen pfiff uns ein eiskalter Wind um die Nase länger als 20 Minuten war nicht auszuhalten. Das Wasser hat eine magische tief türkisene Farbe, in der Mitte bildete sich die erste Eisschicht, im Winter friert er fast komplett zu. Der Teeshop am See hatte leider nicht geöffnet, ich hätte definitiv einen warmen Tee gebrauchten können. Meine Finger färbten sich leicht bläulich, fühlten sich an wie Eisklötze, ich hatte definitiv die falschen Handschuhe dabei.
















Vom Tilicho Lake waren es nur noch 2 Nächte zum Pass, ich war aufgeregt, 5400m. Geil ! Jeden Abend traf man die gleichen Leute in den Unterkünften, man kannte sich, sah sich immer wieder auf dem Weg. Die letzte Nacht vor dem Pass verbrachten wir im High Camp auf 4.850m, der Ausblick von hier oben ist spektakulär. Die Nächte bitter kalt und für eine zweite Decke mussten wir bezahlen. Es ist schon ein bisschen verrückt aber selbst auf 4.850m gab’s Wifi, für 200 Rupien gab’s Internetzugang genau solange bis die Sonne unter geht.


Die Nacht war kurz und kalt, eine Maus im Zimmer lies mich lange nicht schlafen. Jetzt war das ganze Ausmaß sichtbar, ein Fingergrosses Loch in Andy’s Rucksack genau dort wo er die Snacks verstaut hatte. Von den Nüssen und Keksen war nur noch Staub übrig. Kurz nach 5 Uhr morgens machten wir uns auf den Weg, bis die Sonne ihre ersten Strahlen über die Bergspitzen schickte war es bitter kalt. Immer wieder musste ich eine Pause eingelegen um Luft zu holen, zwei Porter stoppten mit mir. Ungläubig bestaunte ich Ihr Gepäck, schaute wieder auf meinen Rucksack und fragte sie dann wie viel Kilo sie tragen. Das Gepäckstück, dass sie mit Seilen zusammengeschnürt über den Trek trugen bestand aus 3 Rucksäcken, ihrem eigenen und 2 Rucksäcke von Gästen. 45kg! In den Bergdörfern sind die Job Chancen schlecht und viele der jungen Nepali verdienen sich als Träger ihren Unterhalt. Pro Tag verdienen sie zwischen 1000-1500 Rupien, zwischen 10-15 Euro.




Die letzten meter auf dem Pass fielen leicht als ich die Gebetsfahnen im Wind wehen sah, ein überwältigendes Gefühl; Stolz, glücklich aber auch unglaublich erschöpft. Krass ! Einfach so weit oben zu sein und das alles zu Fuss. Nach und nach trafen alle ein, jeder in seinem Tempo.



Beim Abstieg öffnet sich das Tal und man hat einen atemberaubenden Ausblick in Berge Mustang’s. Ich wäre gerne nach Mustang gefahren aber die Genehmigungen sind unglaublich teuer, schade !




Das Bob Marley Hostel ist mit Abstand die coolste Unterkunft in Muktinath, nicht nur wegen der genialen HEISSEN Dusche, auch das Essen ist schwer in Ordnung. Am Abend gönnte ich mir zur Feier des Tages 2 sehr leckere YAK Burger und das erste Bier auf der Wanderung. Jeder von uns war happy, dass er es über den Pass geschafft hat. Wir hatten erstmal genug von wandern und schnappten uns den nächsten Jeep nach Pokhara. Die 8 stündige Fahrt war abenteuerlich, am ende saßen wir in einem LKW mit 6 anderen Nepalis. Eine sehr lustige holprige Fahrt bis nach Beni. Dort hatten wir dann absolut keine Lust mehr, noch eine Nacht zu bleiben, und am nächsten morgen den Bus zu nehmen. Das Taxi tat’s auch. Zum Glück ist Taxi fahren in Nepal günstig, wie sonst auch alles. Beni – Pokara. Wir vergaßen das es Wahlnacht in Nepal ist, überall Polizei und Strassensperren. Anstrengend, nicht gerade das was man nach 12h fahrt noch brauchen kann.


Beim Planen der Rückreise gab es immer wieder Überraschungen und Rückschläge, ich stellte fest, dass es gar nicht so einfach war ein Pakistan und Iran Visum im Ausland zu beantragen. Also schickte ich meinen Pass sammt Visa Unterlagen nach Deutschland und beantragte das Visa von dort aus. Das ganze ist sehr Zeitaufwendig, je Visum etwa 10 Arbeitstage und dann noch der Versand zurück nach Nepal, aber eine andere Option gibt es nicht.

Auch habe ich bei Beginn der Reise nicht drauf geachtet, dass ich genügend freie Seiten im Pass für die Rückreise habe. Pro Land sind oft zwei Seiten im Pass notwenig. Ich hab während der Reise vieles neu und dazu gelernt. In der Deutschen Botschaft in Kathmandu habe ich einen neuen Reisepass beantragt. Bis sich die Botschaft bei mir meldete vergingen 6 Wochen. “Sehr geehrten Herr Gaisser, Ihr Reisepass liegt uns vor. Sie können ihn zu unseren Öffnungszeiten abholen”. Endlich! Ganz habe ich das Ganze aber nicht durchdacht, um den neuen Pass bei dem Botschaft abzuholen brauche ich meinen alten, der kommt aber erst im Januar mit der Post aus Deutschland.
Als ich in Kathmandu ankam hab ich mein Auto in die Werkstatt gebracht, es sah gar nicht gut aus, weisser rauch und keine Kraft. Als wir genauer hinschauten wurde die Liste der kaputten Teile immer grösser. Die Strassen sind sehr sehr schlecht in Nepal und ich hab mir das Auto ziemlich kaputt gemacht. Die Sprungfeder vorne ist durch das viele Off road fahren gebrochen, die Busches sind ausgebrochen, der Bremssattel vorne klemmt. 2 Wochen lang war ich fast jeden Tag beim Mechaniker, wenn ich nicht hin bin ist auch nichts geschehen. Alles lief im Nepali style, kaputte Teile wurden ausgebaut zum Vergleich mitgenommen, neue besorgt, eigebaut. Viele Teile passte nicht gleich die ganze Reparatur zog hin. Die Reparatur kostete viel Nerven und Geld. Schlussendlich bin ich zur Nissan Werkstatt, die Jungs haben einen Blick drauf geworfen und den Fehler mit dem weissen Rauch gefunden, es ist kein Original Dieselfilter verbaut worden. Mit neuem Originalen Dieselfilter war das Problem behoben. Ich bin stink sauer zum anderen Mechaniker und hab ihm erzählt wo das Problem lag. Ein bisschen Geld habe ich von ihm wieder bekommen, eine teuere Erfahrung aus der ich auf jeden Fall gelernt habe.




Ich bin glücklich, dass das Auto läuft und ich weiter fahren kann ! Der Plan ist Nepal Ende Januar zu verlassen, dann will ich einen kurzen Abstecher in Indien machen und dann die Heimreise antreten.

Der Kontrast zwischen dem Leben in Nepals Städten und dem auf dem Land ist riesig. Immer mehr Menschen ziehen in die Städte in Hoffnung auf einen Job. In der Bergen gibt es so gut wie keine Arbeit, was bleibt ist die Landwirtschaft oder ein vielleicht ein Job im Tourismus. Kathmandu und Pokhara sind die 2 grössten Städte in Nepal, KTM ist die einzige Stadt mit knapp einer Million Einwohnern. Überall wird gebaut, Gebäude und vor allem in neue Infrastruktur wird investiert. Das macht das Leben in Kathmandu zu einer verdammt staubigen Angelegenheit. Sobald das Auto einen Tag steht ist eine 1cm dicke Staubschicht drauf, putzen putzen putzen. So oft wie in Nepal habe ich mein Auto noch nie gewaschen.










Das war mein Schlafplatz in Pokhara mit spitzen Aussicht auf das Himalaya. Ich hab dem Platz mit IOverlander gefunden, eine App speziell für Überlandreisende. Die App ist genial, viele Info’s zu guten Park/Schlafmöglichkeiten mit exakten GPS Koordinaten und Tipps von anderen Reisenden. Meine ganz persönliche 5 Sterne Aussicht.


Wir kamen früh am Mittag in Dhulikhel an und entdeckten einen Platz mit super Aussicht auf das Tal und die Dörfer drum herum. Schon als wir an den Menschen vorbei fuhren erregten wir viel Aufmerksamkeit. Als wir anfingen zu kochen hatten wir viele Schaulustige, Kinder und ein paar Erwachsene, die Erwachsenen stehen meistens nur da und schauen, die Kids kommen und fragen, sind sehr neugierig und sprechen ein bisschen Englisch. Sie zeigten mir wir mein „Jutpati“ spielt, ein Nepalesisches Kartenspiel, ich hab ihnen Romme gezeigt.






In den nächsten Wochen werde ich mich auf den Weg nach Indien und Pakistan machen. Ich kann’s kaum abwarten meine Freunde in Pakistan wieder zu sehen. Ausserdem ist es mittlerweile scheisse kalt geworden. Ich bin weg!

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