IRAN – it’s good to be back

Da bin ich also wieder im Iran.

 

Da kommt schon ein Kerl mit dem Namen Hamid auf mich zu. Er ist Tourist Guide und ein richtig richtig netter Kerl. Ganz zum meinem überraschen will er kein Geld von mir, sondern will mir einfach nur helfen. Die Grenzbeamten sprechen kaum ein Wort Englisch, ich bin  froh dass er da ist. Er spricht ein bisschen Englisch und regelt den den gesamten Grenzablauf für mich. Für mein Auto interessiert sich keiner, niemand will irgendwas wissen. Hamid erklärt mir ich soll hier warten meine Polizei Eskorte mich abholt. Es vergehen bestimmt 2 Stunden, dann gehts los. Im Iran werde ich nicht wie sonst von der Polizei eskortiert sondern von der Armee.

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Schön wieder hier zu sein

Ein richtiger Convoy, vor mir fährt ein Motorad mit 2 Soldaten hinter mir ein Pick up mit 4, sie bringen mich bis nach Zahedan und setzen mich vor dem Touristen Hotel ab. Ich erinnere mich noch gut an dieses Hotel, letztes Jahr war ich hier eine nacht zu Gast, dreckig und überteuert. Sobald die Armee weg ist verlasse ich den Parkplatz wieder und mache mich auf die Suche nach etwas anderen. Ich fahre gerade los, da hupt mich ein Auto von links an. Ein junger Iraner fragt mich beim vorbeifahren ob ich etwas suche. JA dass kann er. Wir fahren rechts ran und ich erkläre ihm das ich auf der Suche nach einem guten Restaurant bin. Emad, bringt mich zu dem Restaurant von seinem Freund, ein kleiner sehr leckerer Kebab Shop. Im Iran gibt es viel Kebab zu essen, anders als wir ihn kennen. Es ist allerlei Fleisch am Spiess das dann gegrillt wird, Rind, Lamm, Hühnchen, Innereien, Fett, und ab und zu Gemüse. Generell scheint es mir so als essen die Iraner nicht viel Gemüse. Zumindest sehe ich hier nicht viel davon. Hier mache ich auch Bekanntschaft mit dem ersten Afghanen er sieht mich im Restaurant an und kommt herein. Wir sprechen beide unterschiedliche Sprachen doch verstehen uns. Immer mehr Leute kommen herein als sie mich sehen ich bin ein richtiges Highlight.

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Der netter Afghani
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Emad & Ich im Kebab Shop
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am spiess gegrilltes Hähnchen & Rindfleisch

Am Abend bin ich mit Hamid im Hotel verabredet ich bin der erste Tourist im Iranischen neue Jahr. Der zuständige Tourismusbeauftragt von Sistan und Balutschistan begrüßt mich im Hotel mit Blumen. Leider spricht der Kollege fast kein Englisch und unsere Konversation endet schnell. Eigentlich will mich das Hotel nicht umsonst auf dem Parkplatz schlafen lassen als sie dann sehen dass ich Gast des Tourismusbeauftragten des ganzen Staates bin ändern Sie Ihre Meinung und geben kleinen nach. Am Abend treffe ich mich noch mal mit Hamid er bringt mich zu einer Tankstelle außerhalb der Stadt und ich bekomme 130 l Diesel umsonst. Was ein cooles Geschenk!

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Der Chef der Tourismus Brache in Sistan & Baluchistan begrüsst mich
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Diesel kostet im Iran 0.05 pro liter

Aber ganz abgesehen davon kostet Diesel im Iran nur sechs Cent pro Liter. Am Tag darauf treffe ich mich mit wieder mit Emad, gemeinsam gehen wir zum Mechaniker. Der Mechaniker ist super freundlich und ist den ganzen Tag an meinem Auto beschäftigt. Als ich ihn frage wie viel Geld er für seine Arbeit verlangt verneint er lächelnd. Am nächsten Tag mache ich mich auf den Weg nach Chabahar die Stadt liegt südöstlich am Golf von Oman. Die Iraner lieben Camping, Es stehen überall zelte, wirklich überall. Am Straßenrand, Vor dem Supermarkt, im Park und sogar vor Hotels. Als ich an den Strand fahre Sind dort mindestens 200 Autos verrückt. Viele Familien und oder Freunde sitzen zusammen am Strand grillen und genießen das warme Wetter. Sobald mich jemand mich entdeckt laden Sie mich ein um mit Ihnen ab zu hängen. Die üblichen Fragen woher kommst du? Was machst du hier? Wie alt bist du? Bist du verheiratet? Nein? Warum nicht? Warum reist du alleine? Ganz alleine? Für sie ist es Eine verrückte Vorstellung alleine mit dem Auto von Deutschland nach Indien zu fahren. Warum fliegst du nicht? Das geht doch viel schneller. Ich habe mich an die ganze Fragerei gewöhnt. Ganz oft ist die Sprache eine Barriere, das macht aber keinem etwas aus wir unterhalten uns mit Google Übersetzer. Oft kommen sehr lustige Sätze heraus. Schmunzelnd sitzen wir uns gegenüber.

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jeden Tag werde ich irgendwo auf einen Tee eingeladen
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Iranische Strandkultur

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Jungs beim Fussballspielen am Strand

Es ist verdammt heiß in Chabahar, meine Klimaanlage habe ich immer noch nicht repariert, so eine Scheiße. Auf dem Weg nach Darak sammle ich zwei Tramper auf, es sind junge Iraner aus Tehran. Ich bin sehr froh darüber dass sie ein bisschen Englisch sprechen so können wir uns ein wenig unterhalten. Wir übernachten direkt am Strand auf der anderen Seite die Wüste ein genialer Platz. Wir treffen einen anderen Jungen Tehraner am Strand, er fährt einen sehr schönen Toyota vierziger Serie. Den Abend verbringen wir alle zusammen, nach kurzen Kennenlernen merken wir, dass wir alle rauchen und sofort wird das Gras aus gepackt. Bei gutem Essen und Joint genießen wir die Ruhe und den Sternenhimmel.

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Platz für heute Nacht
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Toyota 40 Series

Am nächsten Morgen verabschiede ich mich von den beiden Trampern, sie bleiben noch ein wenig am Meer. Essi und ich fahren gemeinsam weiter. Kaum sind wir wieder auf der Strasse hat mein Auto komische Aussetzer. Etwas ratlos fahren wir weiter, es wird immer schlimmer und schlussendlich entscheiden wir uns dazu es abzuschleppen. Essi zieht mich mit seinem Toyota 180km bis nach Jask, die nächst “grössere” Stadt. Dort versuchen wir einen Abschleppwagen zu organisieren, dass ist aber schwieriger als erwartet.

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Essi schleppt mich ab

Ich lerne Motesar kennen, ein netter Kerl. Er und seine 3 Brüder haben eine Spedition, sie landen mich ein, ein paar Tage bei ihnen zu bleiben. Motesar hat 4 Jahre in Indien & 2 in Deutschland studiert, jetzt ist er zurück gekommen um die Firma seines Vaters weiterzuführen. Er erzählt mir das ihm das mehr Spass macht als jeder andere Job. 7 Monate im Jahr ist in der Spedition die Hölle los und er arbeitet 14-15 Stunden täglich.Die restlichen 5 Monate hat er frei und geniesst sein Leben.

Jetzt ist gerade Saison für Wassermelonen, jeden morgen stehen die Farmer und Abnehmer beim ihm im Büro. Pro Tag verlassen 50-60 LWK’s den Hof, voll bepackt mit erntefrischen Wassermelonen aus der Umgebung. Das Auto steht 3 Tage beim ihnen auf dem Hof, als ich das Auto starte scheint als wäre das Problem weg. Vorerst ! Ich verabschiede mich und mache mich auf dem Weg nach Bander Abbas. Ich glaube das Problem kommt vom dreckigen Iranischen Diesel, der ist zwar günstig aber eben auch von extrem schlechter Qualität. Ich wechsle den Dieselfilter und siehe da da Problem scheint gelöst. Beim Abendessen spricht mich eine Familie an, der Vater schickt seine 2 Kinder um mit mir zu reden. Sie kommen aus Bander Abbas und laden mich ein in ihrem Apartment zu übernachten. Ich bekomme die Telefonnummer von Mehdi ihrem ältesten Sohn, übers Telefon wird alles kurz abgeklärt. Verrückt. Spät abends treffe ich Mehdi und seine Freunde in Bander. Medhi erzählt mir das er Gamer ist und viele Stunden am Tag zockt und er deswegen Englisch spricht.

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überall am Strassenrand gibt es Wassermelonen zu kaufen
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Medhi & Ich

Gemeinsam essen wir Kebab, dann bringt er mich zu einem Apartment. Dann drückt er mir den Schlüssel in die Hand und fragt “brauchst du noch was ? Ich geh dann nach Hause”. Verrückt ! Ich hab ein ganze Wohnung für mich alleine. Am nächsten morgen holen sie mich zum Frühstück ab und wir verbringen den Tag in am Strand. Die Iranische Strandkultur ist ein bisschen anders als die Europäische. Wir legen uns an Strand geniessen die Sonne, die Iraner fahren mit ihren Autos an Strand um zu driften. Eigentlich möchte ich unbedingt die Inseln im Iran anschauen, dazu muss das Auto aber laufen sonst macht das ganze keinen Spass. Ich entscheide mich weiter nach Shiraz zu fahren. Gesagt getan. Die Sonne hat kein Erbarmen mit mir, selbst jetzt im Frühjahr sind es über 40 Grad. Ich fluche und schwöre mir insgeheim das ich meine Klima in der nächsten Werkstatt reparieren lasse, die funktioniert nämlich seit Monaten nicht mehr.

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43 Grad und die Klima geht nicht

Ich bin gerade in einer bergigen Landschaft unterwegs und fahre Berg auf als ich merke das mein Auto an Kraft verliert. Kurz darauf nimmt es kein Gas mehr an und es steigt Dampf aus dem Motorraum auf auf. Ich schaue in den Rückspiegel und sehe eine große schwarze Wolke. Verdammt. Das ist ein richtig schlechter Spot um liegen zu bleiben, am Berg, einspurig und ohne Empfang. Ich starte das Auto ein zweimal neu, sehe aber schnell sein dass das nichts wird. Etwas ratlos versuche ich  ein paar vorbeifahrende Autos anzuhalten, schon das dritte Auto hält. Es ist eine Familie mit Kindern, keiner in der Familie spricht Englisch. Mit Gesten versuche ich ihnen zu erklären was los ist. Er fährt einen kleinen chinesischen Geländewagen und macht Andeutungen mich ab schleppen zu wollen. Ich versuche ihn klarzumachen dass mein Auto dafür zu schwer ist. Er ist anderer Meinung und so lege ich den Abschleppgurt an, er fährt an, das Auto bewegt sich keinen Meter und die Kupplung schleift und stinkt. Er sieht schnell ein dass das nichts wird. Plötzlich fährt wie aus dem Nichts heraus ein Abschleppwagen vorbei, wild fuchtelnd zeige ich auf den LKW. Mein Freund und Helfer ruft dem LKW etwas auf persisch hinterher, der LKW hält nicht an, schmeißt aber eine Visitenkarte aus dem Fenster.

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Wir rufen beim Abschleppdienst an und machen einen Preis bis in die nächste Stadt aus 30 Minuten soll ich warten. Dann ist er wieder da. Die Familie verabschiedet sich von mir. Da Sitze ich also nun und warte. Viele der vorbeifahrenden Leute halten und bieten Hilfe an. Mit einer Stunde Verspätung kommt der Abschleppwagen, der Fahrer steigt aus und lädt mein Auto auf den Truck. Es ist ein richtiger Abschleppwagen nicht irgendein heruntergekommener Truck, ich bin froh. Im Auto sitzt auch noch seine Frau, ich begrüsse beide. Das ist der einzige Wortwechsel den wir haben. Ich spreche kein Farsi und sie kein Englisch, aber ich bin froh das sie da sind und mir helfen. Ich rufe Essi an, über das Telefon übersetzt er für mich. In der nächsten Stadt setzt er mich und mein Auto ab. Über Kontakte finde ich einen Mechaniker in Isfahan. Der Fahrer ruft einen Freund der mich bis nach Isfahan bringt soll.  Als ich ihn bezahlen will merke ich dass ich nicht mehr genug Rial habe. Mit meinem bisschen Farsi und Handgesten versuche ich ihm dass zu erklären und Wedle  mit den Dollarscheinen in meiner Hand. Er nickt. Uff ich bin echt froh. Als der Fahrer mit dem nächsten LWK auftaucht ist es spät abends und ich bin richtig am Arsch. Bis nach Isfahan sind es 700km und mein Fahrer spricht kein English. Das kann ja was werden. Ich lege mich schlafen und wache ein paar Stunden später als der LWK anhält wieder auf. Polizeikontrolle! Drogenkontrolle. Die Polizei ist recht neugierig und schaut sich mein Auto genau an. Dann kommt ein Drogenspürhund zum Einsatz, interessiert schnüffelt er sich durch mein Auto. Etwas genervt schaue ich mir das ganze an und erkläre ihnen dann das der Hund nicht in mein Bett kommt. Ein Beamter kommt auf mich zu und fragt mich etwas auf Farsi. Fragend schaue ich ihn an. “Amphetamin? Haschisch?” Nein ! Wieder sagt er etwas das ich nicht verstehe. Dog alarm ! Hmm, ich denke scharf nach. Hatte ich vielleicht etwas Hasch aus Indien vergessen? Liegen da irgendwo noch ein paar Krümel rum ? Besser nicht! Wieder schaue ich ihn fragend an und verneine.

Ich bin nicht der einzige auf dem Hof der Polizei, in einem der anderen Autos finden sie etwas Haschisch. Er kommt damit zu mir und hält es mir unter die Nase. Hast du Drogen ?? NEIN ! Wieder macht sich ein Beamter in meinem Auto auf die Suche. Ich hoffe inständig dass er meine Drone nicht findet. Ich frage nach der Toilette, ein Beamter tastet mich ab und ich kann unter Aufsicht aufs Klo. Nach gut einer Stund erfolglosen Suche sehen sie ein das ich keine Drogen dabei habe und wir fahren weiter. Ich schlafe kaum eine Stunde da halten wir schon wieder an, dieses mal bleibe ich im LWK sitzen und warte. Der Fahrer kommt nach 15 Minuten zurück, ich frage ihn was los ist. Polizei! Nicht schon wieder ! Dieses mal bezahlt der Fahrer die Polizei und wir können kurz danach weiter fahren. Insgesamt werden wir auf der Stecke 4 mal angehalten und 2 mal durchsucht. Früh am morgen kommen wir in Isfahan an. Dort treffe ich mich mit Emad. Er bringt mich zum Mechaniker, der ist extra heute in die Werkstatt gekommen. Es ist immer noch Nowuz, Iranisches Neujahr und die Geschäfte sind für 14 Tage geschlossen. Er wirft einen Blick auf mein Auto und wir verabreden einen Termin für Montag. Im Hof stehen viele Nissan Patrol ich in zuversichtlich. Anni Hostel ist ein geniales und dazu noch günstiges Hotel in Isfahan, ich verbringe fast eine Woche hier. Ein Freund nimmt mich auf einen Geburtstag einer Freundin mit. Im Iran ist vieles Illegal aber hinter hier gibt es nichts was es bei uns auch gib. Es ist bloss etwas komplizierte. Die Party ist in einem privaten Ferienhaus etwas ausserhalb von Isfahan, hier treffe ich viele andere junge Iraner. Eigentlich hat jeder von ihnen ein Problem mit der Regierung und möchte unbedingt das Land verlassen. Es gibt viel Raki zu trinken, je mehr sie trinken desto grösser wird die Wut auf ihrer Regierung. Was für uns in Europa Normalität ist, davon sind weit entfernt. Beziehungen werden vor den Eltern geheim gehalten, feiern und trinken geht nur hinter geschlossener Türe und mit Leuten die man kennt. Viele von ihnen fragen nach unseren Musikfestivals in Europa, es ist ein Traum von vielen da einmal hin zu gehen. Musik Festivals gibt wie “Wacken, Rock am Ring, Nature One, Boom, Sziget etc.. gibt es hier nicht, der Staat lässt dies nicht zu. Auf der Party gibt es einen DJ der gibt sein bestes und viele der Gäste tanzen ausgelassen. Mein Auto ist nach 2 Tage wieder repariert und der Turbo überprüft und wieder eingebaut. Das Hitzeproblem ist damit aber immer nicht nicht gelöst.

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Shah Moschee in Isfahan
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von innen
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Die Decke der Moschee
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Marmor wand

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Gärten in Isfahan
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Streetart
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Sonnenuntergang in Isfahan
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Streetart

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Auf dem Basar

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Blick auf die Shah Moschee mit den Bergen im Hintergrund

Der Mechaniker hat die Vermutung das meine Kolben verkratz sind. Ich bin mir bei der ganzen Sache nicht so sicher bedanke mich und fahre weiter nach Tehran um dort einen anderen Mechaniker zu treffen. Freunde vermitteln mich zur Sarpolaki Group – das sind Vater & Sohn. Salim & Soroush. Sie nehmen mich sofort in ihrer Werkstatt auf. Ich merke schnell das sie anders arbeiten als die anderen Mechaniker im Iran, in der Werkstatt ist es sauber und aufgeräumt, alles hat seinen Platz. Sie arbeiten nicht einfach so drauf los sondern schauen sich das ganze an und machen sich einen Plan. Wir machen ein paar Test und überprüfen ob die Kolben wirklich Öl durchlassen. Tun sie nicht, damit ist die Theorie vom anderen Mechaniker ist damit dahin und ich bin ziemlich froh darüber. Ich bekomme einen neuen Katalysator und ein Hitze Schild. Ich verbringe fast eine Woche bei Ihnen. Jeden Tag nach Feierabend sitzen wir zusammen in der Werkstatt Essen zu Abend und trinken selbst gemachten Raki zusammen. Ich verlasse Tehran mit guten neuen Freunden. Ich hoffe ich seh dich in Deutschland Soroush ! Salamati Doostan 

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Soroush, Salim & Ich
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Soroush sein eigenes Projekt
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Komplett restaurierter Paykan Hillman

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jeden Tag gib es leckers Essen
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Lecker !
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Mittagessen mit anderen Overlandern
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Kebab ! Mein Lieblingsessen im Iran

Bei der Turkmenischen Botschaft beatrage ich mein Transit Visum – das Visum ist Datums spezifisch und etwas kompliziert. Beim ersten Besuch bekomme ich ein Formular zum ausfüllen, dies gibts nur hier und nicht online. Für’s Visa braucht mann – Den Antrag sowie farbige Kopien vom aktuellen Visa und Visa vom Zielland, in meinem fall Usbekistan. Das Usbekische Visa hab ich mir ein Islamabad in Pakistan geholte, das geht einfach und zügig. Bei der Botschaft wird mir gesagt das ich 10 Tage warten soll und dann anrufen soll und nach meinem Visa fragen. Als erstmal warten. Bezahlen muss Ich erstmal noch nichts, erst wenn das Visa bestätigt wird.

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Sonnenuntergang entlang der Autobahn

In Isfahan bekomme ich neue Filter, Diesel, Öl und Luftfilter. Freunde bringen mir die aus Slovenien mit. Es ist unglaublich schwierig im Iran teile für einen Nissan Diesel zu finden. Hätte ich nicht gedacht.

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sichtbar froh über meine neuen Filter

Das Auto läuft endlich wieder und ich mache mich auf den Weg nach Yazd. Die Stadt gefällt mir gut, es gibt viel zu sehen und in der Umgebung gibts tolle Off road Möglichkeiten.

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Willkommen in Yazd
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Amir Chakhmag Complex
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at night

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Jame Moschee in Yazd
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Jame Moschee in Yazd
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Jame Moschee in Yazd
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Jame Moschee in Yazd
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Qaranagh
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die Bewohner haben das alte Dorf verlassen
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Es ist ein Geisterdorf jetzt
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auf den Dächern
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Surreale Landschaftsbilder

 

Hier treffe ich Andrej und seine Frau Alina mit ihren 3 Kindern. Sie sind mit Freunden unterwegs und sind von Slovenien mit dem Auto in den Iran gefahren. Sie sind mit 3 Autos unterwegs und haben insgesamt 7 Kinder dabei. Wir verabreden uns für einen gemeinsamen Wüsten trip. Ich bin froh das ich sie treffe, alleine in die Wüste ist zu gefährlich und mit Gesellschaft macht das ganze auch mehr Spass.

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Die Wüsten Crew
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Mittagessen

Wir treffen uns in Kerman wieder um uns auf den Wüsten Trip vorzubereiten. Die letzten paar Tage hat es immer wieder mal ein bisschen geregnet, das ist gut dann ist es in der Wüste nicht so heiss. Jetzt geht los! Wir verlassen die asphaltierte Strasse, senken den Reifendruck. Im Konvoi geht’s 3 Stunden gerade aus bis wir die Dünen erreichen. Wieder lassen wir Luft aus den Reifen, bis auf 1 Bar. Jetzt beginnt der richtig Spass. Willkommen in der Wüste – Dasht-e Lut دشت لوت, in Englisch bedeutet dass soviel wie “Emptiness Plain”. Es ist einer der heissesten und trockensten Plätze der Welt, im Sommer steigt die Temperatur auf über 70 Grad.  Durch die Dünen zu fahren macht extrem viel Spass, ist aber nicht ganz einfach.

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in der Wüste Lut
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in der Wüste Lut
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nothing but sand
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in der Wüste Lut
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in der Wüste Lut
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time to relaxe

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in der Wüste Lut
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in der Wüste Lut
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unglaubliche Landschaften
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Andre steckt fest
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das Camp auf der Vogelperspektive
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in der Wüste Lut
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in der Wüste Lut
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Ja das bin ich da auf dem Fels
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Finde mich und mein Auto im Bild

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Oase in der Wüste
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wertvolles Gut in der Wüste

4 Tage heizen wir durch die Wüste, Dünen rauf Dünen runter. Immer mal wieder fährt sich wer fest, einmal erwischt es mich auch. Wenn der Sand heiss ist wird er weich & schwieriger zu fahren und mein Auto ist nichts das leichteste. Nach 4 aufregenden Tagen bin ich dann aber die Wüste zu verlassen. Es gibt hier eben nichts ausser Sand, kein Wasser, kein Leben. Zurück in Kerman steht eine Grundreinigung vom Auto an, es ist überall Sand in jeder noch so kleinen Spalte. Einen ganzen Nachmittag bin ich mit putzen beschäftigt, ich finde so einiges was ich verloren glaubte. Für die Jungs vom Car Wash bin ich ein Highlight, neugierig schauen sie stundenlang mit zu was ich alles aus meinem Auto krame. Ich muss echt interessant für sie sein.

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alles raus aus dem Auto
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irgendwie muss das alles ins Auto passen

Mittlerweile bin ich schon 6 Wochen im Iran, Zeit zu gehen. Ich mache nochmal einen kleinen Abstecher in Tehran, 600km Umweg, aber der Sprit kostet hier ja nichts. Im durchschnitt bezahle ich 0.05 Cent pro Liter Diesel! Mal mehr mal weniger. Manchmal bekomme sogar einen Tank umsonst. “Du bist doch Toruist”. Der Dollarkurs ist durch den Austritt der USA vom Atomabkommen in den Himmel geschossen. Die Menschen sind wütend und beunruhigt, innerhalb von ein paar Tagen haben sie 20-30% ihres Ersparten verloren. Die Inflation ist hoch, viele Händler verkaufen ihre Waren nicht, aus Ungewissheit. Vielleicht ist es morgen nochmal 20% mehr wert. Stattliche lizensierte Wechselstuben sind geschlossen, wer nun Geld tauschen will macht das auf dem Schwarzmarkt.

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so sehen die meisten Iranischen Autobahnen aus

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Von Tehran aus geht’s nach West, durch Irani Kurdistan. Die letzten paar Wochen waren trocken, heiss und sandig. Im Westen dagegen ist es saftig Grün und regnet viel. Die letzen paar Tage verbringe ich in Marivan, beim Kebab essen komme ich mit einem Irani ins Gespräch. Er nimmt mich mit in eine Shisha Bar – er spricht nur gebrochen English und so unterhalten wir uns meist über den Google Übersetzer, ein Hoch auf die Technik. Er klagt über die Regierung, das Leben und die schlechten Jobchancen. Als ich in frage was sein Job ist sagt er “Wir sind alle Schmuggler” und zeigt auf die anderen Männer um Raum. Er zeig auf einen “Er schmuggelt Bier und Hochprozentiges, er Kleidung, er Drogen – meist Opium aus Afghanistan – Es keine Jobs und jeder hat eine Familie zuhause die er Ernähren muss. Wir sind keine Kriminellen aber wir müssen unsere Familien füttern klagt er. Ich spiele ein paar Partien Backgammon mit Ihnen, dann verabschiede ich mich und mache mich auf den Weg zurück zum Hotel. Ach ja, ich bin in einem Hotel untergekommen ganz umsonst. Als mein Freund Behrouz erfahren hat das ich nach Marivan fahre hat er dort Freunden bescheid gesagt. Die haben mich dann kostenlos in einem Hotel unterbracht. Wie cool!

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Auf dem Weg nach Marivan
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saftig Grüne Wiesen

Mein Plan für die Rückreise ändert sich auch, anstatt über Turkmenistan fahre ich nun durch den Nord Irak nach Hause. Irak ? Ich hab keine Ahnung was mich dort erwartet, im Internet versuche ich Infos und Reiserouten herauszufinden. Dort finde ich auch kaum etwas, ich verlasse mich auf die Aussagen von Markus den ich vor ein paar Wochen hier im Iran getroffen haben. Er mit dem Motorrad durch den Irak gefahren und berichtet mich nur gutes. Ist der Nord Irak sicher ? Vor ein paar Monaten hab ich noch Berichte über die IS Offensive in Mosul gelesen. Mosul liegt zwar nicht direkt auf meiner Route aber ziemlich nahe dran. Ich finde ein paar Aktuelle Berichte, das gibt mir Zuversicht und ein bisschen Sicherheit. Na dann, die Entscheidung steht fest, Irak statt Turkmenistan.


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